Xbox One heißt die neue Konsole von Microsoft. Sie soll das All in One-Entertainment-Gerät im Wohnzimmer werden, mit allen anderen Geräten und dem Fernseher kommunizieren können und mit der Cloud vernetzt sein.Mittels Sprachsteuerung und dem Codewort “Xbox on” wird die neue Xbox gestartet und ist sofort verfügbar. Ab dann lässt sich das gesamte Interface sowohl durch Voice-Commands als auch mit dem Controller und Xbox Kinect steuern, auch Smartglass wird weitergeführt. Während der Präsentation funktionierte die Sprachsteuerung außergewöhnlich gut, vor allem die Geschwindigkeit beeindruckte dabei. Ein schnelles Wechseln zwischen Spielen, Film schauen und Musik hören ist ohne Ladezeiten möglich. Auch eine Verbindung zu Live-TV wird angeboten. Bei der Verfügbarkeit dieser Funktion sollten wir als Österreicher aber keine zu großen Hoffnungen haben. Wie in der Vergangenheit üblich werden es solche Features höchstwahrscheinlich wegen lizenzrechtlicher Probleme nicht zu uns schaffen.

xbox one

Microsoft führt seine Unifiying-Pläne fort und setzt den Windows 8-Kernel auf dem Xbox One-Betriebssystems ein. Es werden die Stärken des Xbox One-Systems mit denen von Windows verbunden um so die bestmögliche Experience zu bieten. Wie bei Windows 8 können zwei Applikationen parallel im Snapped-Mode ausgeführt werden. So kann man neben dem Hauptbildschirm noch eine zweite App in der rechten Seitenleiste angezeigt werden. Als praktisches Beispiel wurde die Benutzung des Internet Explorers direkt neben dem Fernsehbild gezeigt. Auch Skype ist so gezeigt worden. Mittels Skype werden sogar Gruppen-Videochats möglich, mit der “besten” Wohnzimmer-Kamera auf dem Markt.

Um das alles auf den Bildschirm zu bringen benötigt die Xbox One einiges “unter der Haube”. 5 Mrd Transistoren auf insgesamt 8 CPU-Kernen, 8GB RAM, ein Blu-Ray-Laufwerk (!) und USB 3.0 versprechen zukunftssicheres Gaming, Speicherprobleme sind mit der 500GB Festplatte endgültig vergessen. Die Kamera hat Full-HD Auflösung und bietet deutlich bessere Präzision und mehr Erkennungsoptionen gegenüber der Kinect-Kamera bieten. Der Controller hat nun einen integrierten Akku, Wifi-Direct Technologie und wurde noch besser an die Hand angepasst. Außerdem sollte er ein innovatives Trigger-Konzept haben. Die neue Kinect erkennt den Spieler sofort wenn er den Controller aufhebt und startet sich selbst.

15.000 Server liefern derzeit die Xbox-Live Experience, mit Xbox One sollen es 300.000 werden. Dies soll Cloud-Computing auf eine ganz neue Stufe heben – die Rechenkraft dieser Server-Armada übertrifft beispielsweise die gesamte Rechenkapazität von 1999. Derweil sehen die vorgestellten Spiele (noch) nicht umwerfend aus, dies kann aber auch an der schlechten Stream-Qualität liegen.

Gegen Ende der Präsentation wurde ein Release noch in diesem Jahr versprochen, wir vermuten, dass es wieder gegen November sein wird – rechtzeitig vor dem sehr wichtigen Weihnachtsgeschäft. Nähere Infos wird es erst auf der E3 geben in gut 20 Tagen.